Rosmarin: Es kann losgehen!

„Ich muss endlich meine Doktorarbeit zu Ende schreiben; ich sitze nun schon seit Jahren daran. Hast Du ein Öl für mich?“, fragt mich die gestandene Wissenschaftlerin. „So funktioniert die lebendige Aromakunde eigentlich nicht“, will ich gerade sagen. „Es gibt nicht das Öl für alle Fälle – oder nach dem Prinzip: Man nehme.“ Und doch habe nach dem Zuhören spontan ein ätherisches Öl im Sinn: den Rosmarin als Impulsgeber.

Der Rosmarin geht seine Ziele an – hochkonzentriert! Er nimmt den Schwung aus der Verbundenheit mit allem, was vorwärts strebt in der eigenen Entwicklung.  Wer sich mit dem Rosmarin auf den Weg macht, will ins Tun kommen, etwas er-schaffen, im besten Sinne des Wortes. Vielleicht kennst du diesen Moment, in dem Du weißt:

Jetzt ist die Zeit reif!

Der Rosmarin inspiriert dich zur Meisterschaft deines Selbst. Du darfst lernen, eins zu sein, mit dem, was du tust und was du erreichen möchtest. „Sein Werkzeug ist ein Kunsterleben“, sagt Jürgen Trott-Tschepe, Autor der Lebens-Essenzen. Und so habe auch ich es in meiner kreativen Arbeit immer wieder erlebt:

„Im Einklang mit dem Rosmarin verbinden sich Werkzeug und  Künstler*in. Wer in der Rosmarin-Energie schwelgt, lebt Kreativität jenseits von Zeit und Raum.“

Menschen, die in der Rosmarin-Energie schwelgen, wollen Bewegung und be-wegen. Raus aus der Stagnation ins Tun! Sie lieben es, in der Gemeinschaft nützlich zu sein – im Idealfall mit helfenden und heilenden Kräften der Natur. Sie wollen ganz und gar in ihren Elementen sein – Feuer und Luft verbinden!

Einen wunderschönen Rosmarin-Text hat eine junge Frau in einem meiner Workshops geschrieben, eine Improvisation mit dem Titel:

Das Kind in mir hat Heimat gefunden

Materialien.
Stein, Holz, Glas, Metall.
Ästhetik.
Worte, wie die Natur, fügen sie zusammen was zusammen gehört.
Handfest, haptisch, zum Anfassen schön, erfüllen sie meine Sehnsucht.
Eine feste Basis, unerschütterlich und doch
auch ein fester Träger, das Fundament allem,
bewegt und ändert sich im passenden Licht.
Viele Worte fallen mir ein, zum Erwachsensein.
Die Verantwortung,
das vom Licht angestrahlte zu sehen, die Perspektive zu wechseln.

Ästhetik, sprich mit mir.
Danke, dass du mich in dein Leben gelassen hast.

Du bist eine der Glücklichen, die mich wahrnimmt.
Solange du mir Aufmerksamkeit entgegenbringst, nährst du mich und ich zeige mich dir.
Wenn du mich brauchst, ändere deine Perspektive und sehe das vom Licht angestrahlte.
Nimm mich an, ich bin da.
Ich bin stärker als alles dich quälende.
Ich bin ein gehörloser Musiker, ein blinder Maler.

Ich bin ein Sterbender, der neu geboren wird.
Ich bin im Tod lebendig.
Ich bin Kontrast und Harmonie.
Ich bin Wissen und Glaube.
Ich bin Du und ich bin alle anderen.

Text: Julia Spriewald
Foto: simona / Madeleine Steinbach / Adobe Stock

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.