Dort wo Buschwindröschen tanzen
bleiben böse Geister fern.
Vom Licht erfüllt, ins Leben strahlend,
sieht man diesen Zauber gern.

Baum und Busch sind kaum begrünt,
träumt in stillen Wäldern Lichtung
ein zartes Blütenwesen, weiß gekrönt, für edle Dichtung.

Trotz Kälte, Schnee, dem ungemachen Zugang eis’gen Windes,
und legt den Sternenteppich wie den Freudesblick im Aug des Kindes.

Diese Wiese voller Zärtlichkeit
erfreut das junge Jahr mit morgenhellem Lichte,
mal stehen sie allein, mal blättchenhaltend, dicht an dichte.

Dem Wunder Erde als erster Gast zum Gruß bereitet,
lehrt Blicke binden, wiegt sanft als Wiesentänzer,
vom Vogelzwitschern zart begleitet.

Im Chor der Gräser es Licht versüßt
als Glückshüter jedoch nur von kurzer Dauer,
verbindet Weiß mit mächt’ger Power.

Stern an Stern bezwinkert dann sein eignes Strahlen,
mit Licht das heller leuchtet – bescheiden ohne Prahlen.
Als Schmuck der Schöpfung in der Stille der Natur
geküsst vom frühen Atem der Bäum‘ und Sträucher nur.

Waldröschen, Hexenblume oder schlicht die Anemone,
schenkt Laternchen für sonst dunkle Wege,
baut Brücken für das Glück, auch manche Stege.
Ein Blumen-Himmelszelt das Herzen rührt
und wortlos strahlend ins Frühjahrs-Leben führt.

© Peter Schmid

Foto: hfox/Adobe Stock

2 Replies to “Poesie vom Buschwindröschen”

  1. Wunderschöner Text! Buschwindröschen erinnern mich an Radtouren durch den Wald, die ich mit meinem Vater sonntags vormittags als Kind unternommen habe. Wir machten regelmäßig eine Pause, um einen kleinen Strauß dieser zauberhaften Frühlingsblüher zu pflücken, den wir der Zuhausgebliebenen Mutter bzw. Ehefrau mitbrachten, die sich darüber sehr freute .. Wohlige Kindheitserinnerungen .. 🤗✨

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