Kopfkino, das gut tut

Meditation mit Stift und Papier

Wenn wir intuitiv schreiben, können wir emotionale Erfahrungen abrufen und manifestieren. Wir können sie buchstäblich nachfühlen. Achtsame Texte zu lesen, entspannt ebenfalls. Daher tut es gut, uns auch unsere eigenen Texte immer mal wieder laut vorzulesen.

Die Worte, die wir hören, verknüpfen wir ‚automatisch‘ mit inneren Bildern. Langsame, achtsam geschriebene Texte sorgen für ein Kopfkino mit wohltuender Spannung und ohne Reizüberflutung. Probiere es gern einmal aus. Und lass den folgenden Text auf dich wirken, der spontan in einem Abendworkshop entstanden ist. Die Teilnehmerin nahm uns mit auf einen Spaziergang, den sie kurz davor gemacht hatte. Und so konnten wir alle alle nach einem langen Tag noch einmal erfrischt und inspiriert durchstarten:

Abendspaziergang

Die Nacht ist da. Dunkel, klar und frisch. Ich mache einen langen Spaziergang. Die kalte Luft fühlt sich angenehm an auf der Haut. Die Wangen färben sich rosa. Der Himmel ist mit Sternen bedeckt, hier und da raschelt es im Gebüsch. Ein leises Knacken. Der Kies knirscht unter den Schuhsohlen. Ich begegne keiner Menschenseele.

Die Fenster in den Häusern sind bereits dunkel, die Lichter sind aus. Der Wind beginnt stärker zu wehen, ein kleines Unwetter zieht auf. Die Beine bewegen sich, Schritt für Schritt, dem Körper tut’s gut. Der Kopf wird klar wie der Nachthimmel. Zuhause angekommen legt sich die Wärme wohlig auf die kalten Wangen, die Bettdecke um den Körper. Heute Nacht kann ich gut schlafen.

Foto: Evin Ay; Instagram-Fotos und -Videos

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.