Workshop am 19. September:

Die Blumenkinder der 1960er Jahre lebten ihre Gegenkultur – für Frieden, Liebe, Freiheit und soziale Gleichheit. Sie wandten sich gegen Unterdrückung, Krieg und Rassendiskriminierung. Sie standen für alles, was unsere Zeit dringend braucht – rund 60 Jahre später. Wie schön, dass ‚Flower-Power‘ wieder hip ist. Vielleicht hast auch du Lust, die Kraft der Blumen zu entdecken, Lebensfreude zu tanken oder dich ermutigen zu lassen.

Die Sprache der Blumen: Make Love, not War!

San Franzisko war weit entfernt, ich ohnehin noch ein Kind. Was Flower-Power war, erfuhr ich durch meine Mutter. Ich war also kein Blumenkind und in meiner Jugend hatte der Punk die Kultur der Hippies (abgeleitet vom englischen hip = angesagt) bereits abgelöst. Dennoch hat mich die gewaltfreie Flower-Power Idee irgendwann tief berührt. Ich verstand, dass es hier um eine ernsthafte, politische Haltung ging – um passiven Widerstand, letztlich gegen den Vietnamkrieg. Ich mochte und mag die Hippie-Mode, auch wenn sie nie wirklich mein Style war. Die Leichtigkeit, Lebensfreude und die Unabhängigkeit von Konventionen gefallen mir.

Freigeist zum Schnuppern

Flower-Power erleben wir auch beim Schreiben mit ätherischen Ölen, mit blumigen Düften wie Rose, Rosengeranie, Iris oder Jasmin, um nur einige zu nennen. Indem wir an ihnen schnuppern, bahnen sich ihre Duftmoleküle den Weg durch die Nase in unser limbisches Sytem, die Gefühlsregion unseres Gehirns. So feinstofflich sie auch sind, so kraftvoll sind sie gleichzeitig. Der kraftvolle Duft einer Rose oder eines Jasmins kann durchaus überwältigen. Dann bietet sich vielleicht eine Rosengeranie an, die mit weniger ‚Bam‘ aus der Flasche strömt, wie es eine Teilnehmerin ausdrückte. In jedem Fall sind ätherische Öle wohlwollende Impulsgerberinnen und wertvolle Dialogpartnerinnen, die weder pushen, noch überfordern oder gar manipulieren.

Ein Garten voller Energie

Du kannst es dir so vorstellen: Mein Sortiment an Fläschchen mit ätherischen Ölen ist ein üppiger Garten, in dem lebendige Wesen der Natur zur Verfügung stehen – auf den richtigen Zeitpunkt wartend und absichtslos. Wenn wir ein Fläschchen öffnen und schnuppern, verströmen sie ihre Energie ebenso großzügig wie sparsam und nachhaltig. Denn Riechen allein genügt, damit sie im kreativen Prozess wirksam werden. Oft sind es die blumigen Düfte, die uns spontan ein Lächeln ins Gesicht zaubern, wie das feine Neroli-Öl beispielsweise, das auch in der Parfüm- und Kosmetikindustrie gern verwendet wird. Ja, Schnuppern und Schreiben kann schön machen!

Wahrhaftigkeit – eine Flower-Power-Erfahrung

Schönheit zeigt sich beim Schreiben immer. Wobei es mir nicht ums Schönschreiben geht, weder im Schriftbild noch inhaltlich. Schreiben im Sinne von Flower-Power bedeutet: Du bringst ungeschminkt zu Papier, was du denkst, fühlst oder sagen willst – in einem Wort: wahrhaftig.

„Man fordere nicht Wahrhaftigkeit von den Frauen, solange man sie in dem Glauben erzieht, ihr vornehmster Lebenszweck sei – zu gefallen.“ Marie von Ebner-Eschenbach

 

Dieses Zitat von Marie von Ebner-Eschenbach begleitet mich seit meiner Jugend. Bis heute stelle ich mir diese Fragen: Wie und wo bin ich wahrhaftig? Wo muss und will ich nicht mehr gefallen? Wie die meisten Frauen meiner Generation bin ich damit aufgewachsen – zu gefallen. Diskriminierung als Frau, junge Redakteurin, alleinerziehende Mutter (und so weiter) waren für mich allgegenwärtig. Radikal wurde ich nie, auch keine radikale Feministin, obwohl ich eher dahin tendiere.
Durch Schreiben habe ich Selbstbewusstsein gewonnen und mir Klarheit verschafft, über mich, meine Talente und meinen Wert. Ich lernte, Reflexion und Selbstkritik von Selbstzweifel zu unterscheiden.

Klarheit schaffen und Selbstwertgefühl verankern!

Wie sehr uns ätherische Öle dabei unterstützen, war für mich eine sehr wertvolle Erfahrung – ein Geschenk der Natur. Daher lade ich immer wieder gern in die Welt des Schreibens mit ätherischen Ölen ein. Schreibend entdecken wir, was in uns steckt, sagen Ja zu unserer Geschichte und können unser Selbstwertgefühl mit Flower-Power-Düften verankern.

Das darfst du vom Workshop erwarten:

1. Eine Auswahl hochwertiger Blumendüfte – echter ätherischer Öle
2. Schreibimpulse zum Einstieg und im Perspektivenwechsel
3. Professionelle Schreibbegleitung und aromakundliches Wissen
4. Den Aha-Moment, in dem Wörter, Ideen und Erkenntnisse buchstäblich aus deiner Feder fließen!

Termine: 19. September (12:00 bis 16:00 Uhr)
Ort: Voltmannstraße 107, 33619 Bielefeld
Kosten: 80,00 Euro inklusive Duftprobe

Neugierig? Dann ruf gern an, schreib oder melde dich direkt an. Kontakt

Fotos: kazmulka/jul14a/Adobe Stock; Jana Stein

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