Schreiben – die Tür zur Stille

Wenn ich die Tür und die Augen schließe und all meine Gedanken zum Schweigen bringe – so, als säße ich vor einem leeren, weißen Blatt – dann kann ich die Stille hören. Zuerst ist es ein heller, sirrender, gleichmäßiger Ton. Langsam wird er dunkler, wie mein Herzschlag und dann umfängt mich die Stille.

Es fühlt sich so an, als ob Mutter Erde einen sternenbestickten Mantel um mich legt. Diese Stille ist angefüllt mit innerem Licht, Frieden, Dankbarkeit und Hingabe, sagt die Autorin Jutta Westphalen, die sich in diesem Jahr ganz dem Schreiben gewidmet hat. Vielleicht sind ihre Gedanken auch für dich wertvolle Impulse:

Was waren deine Momente des Glücks?

Unser Gehirn schüttet Glückshormone aus, wenn wir Erlebtes wieder ‚aufblühen‘ lassen – so als würden wir es gerade jetzt erleben – unser emotionales Gedächtnis ist zeitlos. Schau selbst, ob dich die eine oder andere Erinnerung von Jutta inspiriert, zum Stift zu greifen. Dazu gebe ich dir noch Hinweise auf drei ätherische Öle aus meiner Schatzkiste, die dich dabei unterstützen können.

Gedanken zur Stille von Jutta

„Die Stille ist größer als das, was ich denke. Der Kopf sagt, das ist unmöglich. Doch das Herz empfindet die stille Kraft, die alles miteinander verbindet. In der Stille wohnen das Glück und Freisein, die Lebensfreude und der Frieden, die reine Liebe und Energie. Für mich ist die Stille angefüllt mit Wundern.“

„Wenn ich mein Baby stillte, war ich total zufrieden. Ich gab etwas Kostbares von meinem Körper und in dieser gemeinsamen, stillen Zeit fühlte ich Dankbarkeit, Kraft, tiefe Verbundenheit, Liebe und Glück.“

„Als ich in Afrika mitten in einer Elefantenherde die gleiche Atemluft einatmete wie die hundert Elefanten, überkam mich eine große innere Stille, in der ich eng verbunden war mit der Natur. Diese Momente waren magisch und tief berührend. Die Stille inmitten der Elefanten fühlte sich warm, friedlich, mütterlich und selbstverständlich an.“

„Als ich meine linke Hand auf einen Handabdruck legte, der vor Tausenden von Jahren auf einer Höhlenwand entstand, umfing mich eine heilige Stille. Sie enthielt Demut, Zeitlosigkeit und Verbundenheit mit all den Menschen, die vor mir gelebt haben und die nach mir kommen. Diese tiefe Stille ist angefüllt mit allen menschlichen Erfahrungen, in die ich meinen Faden webe.“

Drei Flaschengeister für Momente der Stille

Hingabe ist das Stichwort für die Rose (Rosa damascena oder Rosa centifolia). Rosenöl vermittelt die Eigenart des Rosen-Wesens: die völlige Hingabe von der Geburt bis zum Tod. „Die Ros‘ ist ohn‘ Warum: Sie blühet, weil sie blühet. Sie acht nicht ihrer selbst, fragt nicht, ob man sie siehet.“ (Angelus Silesius)

Balance: Wenn es dir gerade schwerfällt, Sanftmut zu üben und das, was ist, in Freude zu umarmen, dann schau doch mal, ob es dir gelingt, dich in den blauen Frieden des Lavendels sinken zu lassen. Lass dich von feinen blau-violetten Tönen des Öl-Wesens betören. Der echte Lavendel (Lavendula vera) gibt freudig und bereitwillig Kraft, um den Kelch des Lebens nachzufüllen: ein Tausendsassa, zart und nachhaltig zugleich – ein fürsorglicher Begleiter mit unzähligen Talenten. Er lädt dich ein, einfach und da zu sein.

Vertrauen: Wenn du den Wunsch nach tiefer Geborgenheit (in dieser verrückten Welt) verspürst, dein Vertrauen stärken möchtest, auch jetzt genau am richtigen Platz zu sein, dann schnupperst du vielleicht einmal an dem Kardamom (Elettaria cardamomom, grüner Kardamom). Der Kardamom sagt: „Wer zu mir kommt, ist mein Gast.“ Er beseelt durch die Gewissheit, hier auf Erden richtig zu sein – zu jeder Zeit und an jedem Ort.

Schreiben mit Ölen ist Selbst-Entdeckung

Es gibt nicht ‚das‘ Öl für alle Fälle oder das ‚richtige‘ für jede und jeden. In der Beratung finden wir heraus, welcher Flaschengeist dich gerade jetzt stärken oder inspirieren kann.

Noch ein Lesetipp zum Schluss

Das Kind in Dir kennt Deinen Seelenweg. So lautet der Titel eines neuen Buchs von Jutta Westphalen. Es basiert auf der Erfahrung, dass wir Krisen meist nicht mit den bekannten oder gewohnten Mitteln überwinden können. Denn gerade in schwierigen und unruhigen Zeiten fragen wir uns, was uns wichtig ist und Sinn macht. Mehr dazu lest ihr hier.

 

Fotos: Barmamee / Madeleine Steinbach / Adobe Stock


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